Das Pendant zu Handhebeln im Bereich der mechanischen Fernbetätigungen sind Fußpedale. Neben der Bedienung von Musikinstrumenten werden sie überwiegend als Gaspedale eingesetzt. Auch hier gibt es beispielsweise elektrische Gaspedale als Alternative zu rein mechanischen Systemen. Man findet auch noch kombinierte Systeme, bei denen die Gasfunktionen von einen Bowdenzug oder eine Push-Pull-Kabel übernommen wird und ein zusätzlicher elektrischer Signalgeber an das Pedal angeschlossen wird.

Im Prinzip ist das Pedal ein Hebel für den Fuß, der allerdings nur in eine Richtung, nämlich herunter, betätigt werden kann. Die Rückstellung der Fußbetätigung muss über eine Rückstellung am Gaspedal erfolgen.

Ein Gaspedale muss wenigstens aus einer Fußplatte bestehen und einem Mechanismus, der die Bewegung der Fußplatte in einen Bowdenzug überleitet. Meistens wird jedoch zusätzlich eine Bodenplatte verbaut, um dem Fußschalter mehr Stabilität zu geben.

Je nach Einsatzgebiet werden Fußpedale unterschiedlich belastet. Ein Nähmaschinenpedal unterliegt anderen Ansprüchen als das Bremspedal einer Baumaschine. Robuste Ausführungen werden in der Regel aus Stahlblechen hergestellt. Das Bodenblech wird über eine Achse mit der Fußplatte verbunden. Der Mechanismus zur Kraftübertragung befindet sich entweder unter der Bodenplatte und wird in den Kulissen der Maschine verbaut, oder zwischen den beiden Platten des Fußhebels selbst. Letztere Variante hat den Vorteil, dass Bauraum eingespart werden kann und auch die Montage der Fußbetätigung einfacher wird. Anstelle eines ausgefrästen Lochs im Boden des Fahrzeugs für die Variante, bei der der Mechanismus unter dem eigentlichen Pedal angebaut ist, benötigt die andere Variante lediglich vier Bohrungen.

Der Hubweg des Pedals hängt vom Winkel und der Übersetzung im verwendeten Mechanismus zur Kraftübertragung ab. Der Winkel eines Pedals bewegt sich in der Regel zwischen 20° und 50°. Wie viel Strecke ein Bowdenzug bei einer Drehbewegung von 45° zurückliegt, hängt vom Radius ab, bei dem der Bowdenzug an das Pedal angeschlossen ist. Typisch für Gaszüge sind etwa 2 cm bis 7 cm.

Fußpedale werden nicht nur in Autos verwendet. Auch viele Baumaschinen, Kommunalfahrzeuge und bei Geräten im Bergbau werden Gaspedale oder andere Pedale eingesetzt. Auch viele Werkzeugmaschinen werden vom Arbeiter über ein Steuerungspedal ausgelöst. Der Vorteil bei einer Fußbetätigung liegt in der Fertigungstechnik darin, dass der Arbeiter beide Hände für andere Tätigkeiten frei hat.

Auch wenn vermehrt elektrische Systeme eingesetzt werden, bieten mechanische Fußpedale eine einfache und robuste Lösung für die Bedienung von Fahrzeugen und Maschinen. Besonders wenn keine zusätzliche Energie, wie zum Beispiel Druckluft verwendet werden soll, können über ein Fußpedal Kräfte von gut und gerne 50 kg übertragen werden.